Facetten der Liebe in der Romantik
mit vier Stimmen und vier Händen

Elisabeth Menke, Sopran
Elvira Bill, Mezzosopran
Riccardo Marinello, Tenor
Thomas Bonni, Bass

Ainoa Padrón, Klavier
Christoph Schnackertz, Klavier

Sonntag, 04. September 2022
18 Uhr, Kreuzkirche

Eintritt frei, Spenden erbeten

Ja, ja, die Liebe! Ein thematischer Dauerbrenner. Und in der Romantik so lebensnah wie existenziell.

Ob nun bei einer Gondelfahrt bei Rossini oder innig im Gebet von Franz Schubert, die Liebe wird von diesem Spitzenensemble mit vie-len verschiedenen Scheinwerfereinstellungen beleuchtet, bespielt und besungen. Glanzstücke sind sicherlich die beschwingten Liebeslieder-Walzer von Johannes Brahms und die ernsteren Vertonungen der Spa-nischen Liebeslieder von Robert Schumann.

Ja, ja, die Liebe, „das kannst du nur sein!“

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„Méditations sérieuses“

Französische Gambenmusik und Erbauungsliteratur aus dem 17. Jahrhundert

Ensemble favorí:

Hildegard Meier, Stimme
Sabine Weber, Viola da gamba
Christoph Barth, Theorbe

Sonntag, 06. November 2022

18 Uhr, Kreuzkirche

Eintritt frei, Spenden erbeten

Musik ist in der Barockzeit eine rhetorische Kunst. Sie „rührt“ mittels suggestiver Mittel, festgelegten rhetorischen Figuren und geschmackvollen Verzierungen. Die Viola da gamba gleiche der menschlichen Stimme, behaupten die Franzosen. Sie sei also wie kein anderes Instrument für die musikalisch Rede geeignet. So sind etwa die Tombeaux-Stücke des Gambisten Marin Marais beredte und mutige Beispiele, die sich mit dem Tod, dem Schmerz und der Trauer auseinandersetzen. Abbé Bossuet nimmt in seiner Meditation über die Kürze des Lebens den Tod als existentielle Erfahrung der eigenen Nichtigkeit. Noch einmal andere Facetten lie-fern die satirischen Fabeln von Jean de La Fontaine oder die persönliche Ausein-andersetzung Cyrano de Bergeracs in einem Brief, der gesteht, dass die Kälte-starre des Winters ihm Angst einjage wie der Tod!